
Für die Kinder ist die KITA ein Ort zum Spielen, Lernen, Toben und Freundschaften schließen. Für viele Eltern im Kreis Pinneberg ist der KiTa-Platz eine enorme Entlastung im Familienalltag. Doch nicht alle Familien profitieren haben ein Angebot. So liegt die Versorgung bei Kindern über 3 Jahren in den Städten des Kreises oft nur bei rund 80 Prozent und damit weit unter dem Landesdurchschnitt von 92 Prozent. Die Stadtratsfraktion der Grünen Elmshorn hatte daher am Donnerstag 28. Mai das Personal, die Eltern und die interessierte Öffentlichkeit zu einem Austausch mit mir und Aminata Touré eingeladen, die als zuständige Ministerin für Soziales gerade das Programm „KiTa für alle“ ins Leben gerufen hat. Dabei stehen 35 Mio. Euro bereit, um die Angebote der KiTa besser an die Familien zu vermitteln sowie zur Verbesserung von Inklusion und den Krankentagen.
„Es war mir wichtig, dass wir die Mittel im System behalten und zielgenau Vermittlungshemmnisse abbauen. Denn die Zahlen zeigen, Kinder mit Migrationshintergrund oder einer Behinderung warten oft zu lange auf einen Platz.“, sagte Touré den 50 Anwesenden. Auch wenn wir als Kreis Mittel bereitstellen, um dem Fachkräftemangel zu begegnen, Familienbildungsstätten fördern und externe Elternberatung in KiTas ermöglichen, kann besondere Herausforderungen oft nicht adäquat begegnet werden. KiTas brauchen Unterstützung, damit gerade die Kinder mit höchsten Hilfebedarfen nicht das Nachsehen haben. Im Kreis Pinneberg werden wir daher offen über die Probleme bei der Vermittlung in KiTa sprechen und Hürden abzubauen. Sinkende Kinderzahlen müssen wir als Chance für eine Qualitätsoffensive nutzen. Davon profitierten Familien und Personal gleichermaßen.
Gedankt sein den vertretenen KiTa-Leitungen, die auch Nachteile in der bisherigen Regelfinanzierung und zu hohe Abhängigkeit der Qualität von der finanziellen Lage und Priorität der Kommunen sehen. Gleichzeitig gebe es kaum noch sozialpäd. Assistentinnen als Zweitkräfte auf dem Markt, somit blieben Stellen unbesetzt. Zudem braucht es für inklusive Begleitung kleinere Gruppen.
Die Elternvertretungen ergänzten das Thema Essensgelder. So hat die Pinneberger Kreiselternvertretung einen Prüfantrag im Kreis gestellt, der die derzeitigen Elternbeiträge in den Städten und Gemeinden transparent machen soll. Eltern würden wieder mehr zwischen Kosten und Nutzen abwägen. Im Zweifel würden sich vor allem Frauen beruflich weniger einbringen. Das ist fatal, hier waren wir uns alle einig. Aber in der Abwägung der drängenden Themen im Kita Bereich, zwischen Verlässlichkeit, Qualität, Fachkräftegewinnung und Versorgung mit Plätzen, waren die Essensgelder lange nicht im Fokus. Aber den starken Erhöhungen in der Essensberechnung müssen wir jetzt nachgehen.

